Maik`s geblogge
Dienstag, 16. Februar 2010
Ich bin schon wieder umgezogen!
Meine aktuelle Homepage findet man unter der Domain http://babenhauserhei.de

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Sonntag, 10. Februar 2008
Ich bin umgezogen.
Schweren Herzens muß ich mich nun von meiner sehr lieb gewonnenen Identität als Moosblogger verabschieden.

Da ich mir ja vorgenommen habe, etwas öffter zu bloggen, setze ich meine Reise durch die Bloggospäre nun bei einem Anbieter fort, der mir etwas mehr Komfort bietet.

Ich habe mir diese Entscheidung echt nicht leicht gemacht, da ich diese Seite immer sehr gemocht habe.
Sie wird auf jeden Fall im Netz stehen bleiben und vielleicht auch mal, aus nostalgischen Gründen, mit einem neuen Beitrag versehen.

Meine neue Adresse ist: http://apfelmaik.wordpress.com

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Freitag, 8. Februar 2008
Die Grösse der liberalen Provinz.
Ich wurde darum gebeten, die Homepage des Ortsverbandes Enger von Bündnis 90/ Die Grünen neuzugestalten, was sich als etwas schwierig herausstellt.

So empfindliche Daten wie FTP-Zugänge gehen bei Grünen schon mal schnell verloren.
Da muß man erstmal ein neues Passwort anfordern, was bei diesem Host nun mal nicht ohne eine Nummer, auf der Rechnung geht.
Dafür braucht man allerdings auch erstmal die Rechnung, womit wir wohl schon wieder beim nächten Problem wären.

Man kann gespannt sein, ob www.gruene-enger.de nun ewig in diesem Stil im Netz sein Dasein fristen muß.

Auf jeden Fall habe ich mich mal zur Orientierung auf den (langweiligen) Homepages der anderen Parteien in Enger umgeschaut, wobei mir ein sehr interessanter Termin bei der FDP ins Auge gesprungen ist.

Die haben allen ernstes demnächst einen Ortsparteitag.

Für alle, die sich nicht mit so etwas auskennen: Ein Parteitag ist eine Delegiertenversammlung.

Jetzt wäre ich mal interessiert, wie viele Typen da auf dem Parteitag rumhängen, wenn ca. 10 Mitglieder noch Delegierte abordnen müssen.

Wahrscheinlich Ist das nur ne Jahreshauptversammlung, an der einfach alle Mitgleider teilnehmen dürfen.
Es ist somit eine Ortsmitgliederversammlung, wie sie bei uns beinahe jede Woche stattfindet.

Sowas würde aber wahrscheinlich viel zu profan für die Partei der gefühlten Grösse klingen.
Das wird wohl auch in der Satzung so stehen, daß bei jeder Milchkanne, um die mindestens 3 Liberale kreisen regelmässige Parteitage stattfinden müssen.


Das fühlt man sich so schön wichtig.
Ich wünsche einen schönen, belanglosen Ortsparteitag.

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Dienstag, 29. Januar 2008
Scheitern als Chance...
so hieß ein Selbsthilfebuch an dessen Lektüre ich vor vielen Jahren mal gescheitert bin.

Nach der Landtagswahl in Hessen ist mir dieser Titel wieder ins Bewußtsein gerutscht.
Das Ergebnis dürfte allgemein bekannt sein: Die CDU von Roland Koch hat so massive Verluste erlitten, daß ein Ministerpräsident, der auch nur so etwas wie einen Ansatz von Stolz hat auf eine Wiederwahl verzichten würde.
(Schade nur, daß dem guten Roland dieser Begriff so vollkommen fremd ist.)

Sein gelber Schoßhund ist auf seine Kosten so unerträglich fett geworden, wie die Konten seiner Mandanten.
Die SPD hat mit einem ziemlich linken (und grünen) Wahlprogramm ordentlich zugelegt.
Die LINKE ist mit einem respektablen Ergebnis in den Landtag eingezogen.
Und die Grünen haben sich mit beschissenen 7,5% bis auf die Knochen blamiert.

An der Schwäche der Grünen liegt es auch, daß Schwarz-Gelb nun doch stärker ist als Rot-Grün und nur nicht regieren kann, weil mit dem Einzug der LINKEn kein Zweierbündnis, außer der "großen Koalition", in Hessen möglich ist.

Es gibt nun eine Mehrheit links von CDU und FDP, die, meiner Meinung nach, nun auch für eine Regierung sorgen sollte.
Ehrlich gesagt, bin ich nicht sonderlich traurig über das schlechte Abschneiden der hessischen Grünen, da ich mit diesem eher rechten Landesverband alles andere als zufrieden bin.

So haben sie sich gerade in sozialen Fragen nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Mal ganz abgesehen davon, daß Joschka Fischer sich bei der Einführung von Hartz IV ganz besonders auf den Rückhalt seiner Freunde aus Hessen verlassen können, schaffen die es bis Heute kaum, sich wirklich konsequent mit den Irrtümern Rot-Grüner Jahre auseinanderzusätzen und ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Das hat man ja auf der BDK in Nürnberg gesehen.
Wobei ich Wolfgang Strengmann-Kuhn da eindeutig ausnehmen möchte.

Ähnlich sieht bei der "Friedenspolitik" aus.
Sicher haben sich viele ehemalige Grünenwähler am Sonntag daran erinnert, daß ihre hessischen Abgeortneten geschlossen, mit Auftrag des Landesvorstandes, gegen den Göttinger Leitantrag und für die Tornadoeisätze gestimmt haben.

Möglicherweise hat dieser Landesvorstand nun dafür die Quittung bekommen.
Somit ist das Scheitern der hessischen Grünen das scheitern der regierigen visionsabstinenten und karriergeilen Realitätslegastheniker.

Dieses Scheitern ist eine echte Chance, sich wieder so etwas wie gesellschaftspolitische Relevanz anzueignen.

Dazu braucht es allerdings etwas Mut.
Den Mut, eine dümmliche Wahlaussage zu vergessen und gemeinsam mit der LINKEn, die linke Wahlmerheit zu einer linken Regierungsmehrheit zu machen.

Interessanterweise sieht der, von mir nicht gerade innig geliebte, Daniel Cohn-Bendit das ganz ähnlich.

In einem Gespräch mit der TAZ
plädiert er für eine von der LINKEn tolerierten Minderheitsregierung.
Von der LINKEn kamen auch schon entsprechende Signale.
Es mutet schon seltsam an, wenn gerade dieser Oberrealo, der in der Tornadofrage überhaupt keine gute Figur gemacht

hat, nun für eine Öffnung der Partei in Richtung LINKs plädiert.

Man kann jetzt unken und ihm unterstellen, daß er damit nur eine Flexilibisierung in alle Richtungen rechtfertigen will.
Das sollte allerdings nebensächlich sein.
Schließlch geht es hier nicht um seine Heiligsprechung,

sondern die Chance einer linken Regierung in Hessen.

Vielleicht klappt es ja tatsächlich und Frau Y schafft die Rechtfertigung einer solchen Konstellation mit Argument des Respektes vor dem Wählerwillen.

Wahrscheinlich wird das vor der Wahl in Hamburg aber nichts werden.
Bis dahin muss man sich wohl noch öffentlichkeitswirksam an die FDP ramschmeißen, deren Vorsitzende

heute noch gesagt hat, daß die FDP nicht der nützliche Idiot ist, der Rot-Grün zur mehrheit verhilft.
Wobei das auch nie jemand behauptet hat.

Jeder weiß doch, daß die FDP der nützliche Idiot ist, der keine Probleme damit hat, eine Ausgeburt von Illiberalität wie Roland Koch ins Amt zu wählen.

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Donnerstag, 10. Januar 2008
"Wir glauben nicht, daß Miganten Tiere sind!"
Ich bin durch Zufall über das politische Vorbild von Roland Koch aus dem vereinigten Königreich gestoßen.

An der Frisur muß der gute Roland noch arbeiten.
Sonst passt alles.

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Mittwoch, 9. Januar 2008
Fakten zur "Ausländerkriminalität"
In Zeiten des Wahlkampfs und der Überlebensängste rechter Kurfürsten wird ja nun schon einige Wochen auf penetrante Weise der Eindruck erweckt, man könne überhaupt nicht das Haus verlassen, ohne von ausländischen Jugendlichen zu Tode geprügelt zu werden.

Passend dazu wird der ignorante Teil unserer Bevölkerung mit der dreisten Lüge für dumm verkauft, der Anteil der "Ausländer" unter Straftätern wäre stark gestiegen.

Auf www.bildblog.de wurde das nun mal richtig gestellt.



Schade nur, daß das den ignoranten Teil unserer Bevölkerung einen Dreck interessiert.

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Dienstag, 8. Januar 2008
Auf ein neues... Koch wittert Blut, von Beust flirtet ins Leere und Dennis ist unregiert
Ich weiß, daß ich meinen Blog in letzter Zeit etwas stiefmütterlich behandelt habe, was einer gewissen Beschleunigung meines Lebens gesschuldet war, die mich zuweilen etwas sehr gefordert hat.

Jetzt haben wir aber ein neues Jahr und ich habe das letzte mit der Verkündigung meiner üblichen guten Vorsätze beendet, zu denen, neben eines ausgiebigen Diät, auch die Absicht gehört, wieder öffter in meinem Blog zu schreiben.

Obwohl man ja weiß, wie das mit den Vorsätzen so ist.
Wenn Roland Koch sich z.B. vorgenommen hat, sich in diesem Jahr wie ein halbwegs respektabler Mensch zu verhalten, ist er jetzt schon vollkommen gescheitert.
Es fällt mir ja schon schwer, mich in die Denkweise von Psychopathen und Geistesgestörten zu versetzten, was ja eher für meine geistige Gesundheit spricht.

Allerdings ist es undenkbar, daß ich auch nur versuche, mich in die Nähe des Verständnisses für die Denke dieses Mannes zu begeben.

Ich möchte nicht wissen, wie ein Geist funktioniert, der in dem Unglück eines anderen vor allem eine Chance für den eigenen Machterhalt sieht und nicht davor zurückschreckt, die (klein)brürgerliche Mehrheit (ich nenne sie liebevoll Pöbel) gegen eine Minderheit aufzupeitschen.

Wenn ein Politiker mit der Aussage, daß wir "zu viele kriminelle Ausländer" haben in den Wahlkampf geht, betreibt er das Geschäft der Rechtspopulisten.
Wie wärs, wenn wir mal darüber sprächen, daß wir zu viele arme MigrantInnen haben?
Oder daß unser Bildungssystem offensichtlich MigrantInnen benachteiligt.

Das könnte ja sogar ein ganz fruchtbares Thema für die Landespolitik werden.
Dem Mann, der in München zusammengeschlagen wurde, ist Unrecht getan worden.
Selbstverständlich muß das für die Täter Konsequenzen haben.

Und damit meine ich alle Täter.
Die Typen, die ihn zusammenschlugen und einen Ministerpräsidenten, der ihn danach geschlachtet, gehäutet und seine Haut auf dem Markt des Wahlkampfes zur schau getragen hat.

Konsequenz für ihn muß der Machtverlust mit Aussicht auf eine mögliche Resozialisierung sein.

Nahezu drollig finde ich ja, daß Ole von Beust im Angesicht dieser menschenverachtenden Debatte in Richtung Grüne flirtet.
Zumindest von der Bundesebene gab es die richtige Reaktion.
Und ich glaube nicht, daß sich die Hamburger Rechtsflügler nach den jüngsten Entwicklungen trauen würden, eine Verbindung mit dieser Partei als etwas zukunftsweisendes zu verkaufen.

Wenn es in Hamburg eine Mehrheit links von der CDU gibt, sollten die Schwarzen nicht mehr regieren.
Deshalb empfinde ich das Tolerierungangebot der LINKEn auch als Chance, die man nicht ungenutzt lassen sollte.

In der Neujahrsnacht hat es übrigens geschneit.
Das soll ja Glück bringen.
Und man kann sich was wünschen.

Ich wünsche mir, daß 2008 gerade für die ein schönes Jahr wird, die sich das jetzt noch überhaupt nicht vorstellen können.
Ich wünsche mir, daß die herausstechendste Eigenschaft der Menschen nicht mehr ihre Ignoranz bleibt.
Ich wünsche mir, daß sich der Mensch mal langsam mit sich selbst anfreundet und darauf verzichtet, sein eigener Feind zu sein.
Ich wünsche mir, daß die Leute die richtigen Entscheidungen treffen.

Eine solche Entscheidung hat auch Dennis
getroffen, der jetzt regierungslos ist.
So eine Unabhängigkeitserklärung ist ne richtig gute Idee.
Glückwunsch Dennis.
Deshalb ist dieses Video nur für Dich:


Ich wünsche allen ein frohes und erfolgreiches 2008!

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Lächeln bitte.

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Sonntag, 23. Dezember 2007
Frohe Weihnachten
Ich wünsche allen eine ruhige und schöne Weihnachtszeit.



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Sonntag, 16. Dezember 2007
Ich muß unbedingt mal in die Anden

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Montag, 3. Dezember 2007
Die Bahn und ihr Dauer Spezial
Dieses Jahr rutsche ich in Berlin ins neue.
Und da die Bahn seit einer Weile recht günstige Tickets verkauft, habe ich mir gedacht, daß ich dieses mal wieder für 29 Euro in die Hauptstadt fahre.

Im April und Mai habe ich dieses Angebot schonmal in Anspruch genommen.
Da war es auch kein Problem, das Ticket drei oder vier Tage vor Abfahrt zu kaufen.
Gestern habe ich mal geguckt, ob noch genug von den günstigen Tickets vorhanden sind.

Interessanterweise Vermittelt die HP der Bahn auch den Eindruck, daß das so ist.
Wenn man sich die Verbindungen für den gewünschten Tag anzeigen läßt, steht hinter jeder neben dem regulären Preis das Sparangebot ab 29 Euro.



Wenn man dann allerdings die Verfügbarkeit prüft, steht da meistens, daß das Angebot für diese Verbindung nicht verfügbar ist.



Und das war bei den meisten der Fall.
Seltsam wie früh diese Teckets mitlerweile vergriffen sind.
Mal ganz abgesehen davon, glaube ich mich erinnern zu können, daß das Sparangebot früher nur hinter Verbindungen stand, für die es auch verfügbar war.

Auch ne schöne Möglichkeit, Kohle zu machen.
Man vermittelt den Leuten den Eindruck, daß ein günstiges Angebot in grosser Menge vorhanden ist, und verkauft die Dinger dann zu horenden Preisen.

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Safari mag meinen Blog nicht.
Es ist seltsam.
Vor einer Weile habe ich meinen Browser Safari aktualisiert.
Hat auch alles wunderbar geklappt.
Er ist jetzt, glaube ich, sogar schneller und die neuen Funktionen sind auch ganz praktisch.

Allerdings kann ich mich mit ihm nicht mehr bei blogger.de einloggen.
Wenn ich jetzt was in meinen Blog schreiben möchte, muß ich auf Firefox zurückgreifen.
Und das nervt.

Wenn mir das jemand weiterhelfen könnte, wäre ich sehr dankbar. :-)

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Samstag, 1. Dezember 2007
Heute ist Weltaidstag!


Und der erinnert uns daran, daß wir auch die restlichen 364 Tage des Jahres auf uns und unsere "Partner" aufpassen sollten.
Mehr Infos gibts bei Ario:

http://ario85.wordpress.com/2007/11/29/die-unsichtbare-gefahr-steigt/

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Freitag, 30. November 2007
Ich fühl mich gut...
wenn ich Nina höre!

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Mittwoch, 28. November 2007
Männer, die wie alte Lesben aussehen.
Ich bin gerade auf einen sehr amüsanten Blog gestossen, der sich mit dem seltsamen Phänomen der verweiblichung "alter" Männer beschäftigt.
Rein wissenschaftlich natürlich.

Wie an dem Beispiel dieses homophoben Radiomoderators:



Mehr "alte Lesben" gibt es hier:

http://menwholooklikeoldlesbians.blogspot.com/

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Sonntag, 25. November 2007
Grüne stehen weiterhin zu Hartz IV, aber...
Es war ja zu erwarten, daß bei dieser BDK der Mut fehlen würde, als Avantgarde mit dem Grundeinkommen auf den Fahnen in Richtung emanzipatorischen Sozialstaat voranzuschreiten.

Allerdings tut es schon ein wenig weh, wenn der kleine Funke Hoffnung auf eine vernünftigere Entscheidung in einem zertreten wird.
Nun ist aber dieser Funke sehr hartnäckig und hat bei ca. 40% der Stimmen für das Grundeinkommen eine absolute Existenzberechtigung.
Vor allem, wenn man sich an die vielen Beiträge von Menschen erinnert, die zwar für ein Grundeinkommen sind, ihm aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht zustimmen konnten.

Einer der Redner lehnte das Grundeinkommen ab, weil es nicht Axel-Springer-kompatibel ist und man doch nur grüne Politik betreiben sollte, die auch in der Bild gut weg kommt.
Andere (wie Boris Palmer) wollte den Bundesvorstand nicht beschädigen.
Und wahrscheinlich gab es wieder andere, die einfach nicht Claudia Roth weinen sehen wollten.

Es gibt also durchaus Wachstumspotenzial für die Idee des Grundeinkommens bei den Grünen.
Zumal sich im nächsten Jahr die Rücksichtnahme auf den Bundesvorstand durch die Wahl eines neuen, und damit gestärkten, erledigt haben könnte.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es also bei weitem nicht sicher, daß das Grundeinkommen niemals eine Mehrheit findet.
Was heute allerdings sicher ist: Die grüne Grundsicherung wird nie realisiert!
Dieser Leitantrag ist ein reines Oppositionspapier, das den Eindruck einer sozialen Partei mit entsprechend kompetenter Führung vermitteln soll.

Daß es mit dieser Kompetenz nicht weit her ist, zeigte sich, als Reinhard Bütikofer Silvia Kotting-Uhl während ihres sehr guten Beitrags von hinten als Lügnerin beschimpft hat, nachdem sie Bedarfsprüfungen als unwürdig bezeichnet hat.

Vielleicht sollte er sich mal mit der Realität der deutschen Bedarfsgemeinschaften auseinandersetzen, bevor er sich zu einer solchen Beleidigung hinreissen lässt.
Es wäre auch nicht schlecht, wenn er sich bei Silvia für seinen Fauxpas entschuldigen würde.

In einer Frage haben die Anhänger der Grundsicherung sicher Recht: Mit ihr ist es leichter, sich als Polit-plug-in in das Programm eines möglichen Koalitionspartners einzufügen.
Sowohl SPD als auch CDU stehen weiterhin zu Hartz IV, was ja erstmal eine gute Grundvoraussetzung ist, eine gemeinsame Gesprächsbasis mit den Grünen zu finden.
Schließlich ist auch unser Gutmenschenhartz IV erstmal nur eine reformierte Form des bestehenden.
Das heißt aber noch lange nicht, daß die Grünen eine echte Chance haben, in deiner Koalition, aus den wohlfeilen Worten des Leitantrags einen echten Aufbruch zu neuer sozialen Gerechtigkeit zu machen.

Das würde wohl nicht einmal gelingen, wenn Bündnis 90/ Die Grünen nach der nächsten Wahl 51% der Stimmen erlangen würden.
Es wurde auf der BDK ja schon das eine oder andere mal erwähnt, daß die Grundsicherung sehr viel mehr arbeitende Menschen zu Bedarfsberechtigten macht, als das heute der Fall ist.

Und das auch bei der Einführung eines Mindestlohns.
Wie man diese Millionen von Bedarfsberechtigten bürokratisch bewältigen soll und warum die dann überhaupt noch so viel arbeiten sollen, weiß wohl nichtmal des siegreiche Bundesvorstand.

Aber dazu kommt es ja nicht.
Wir werden die Bestattung dieses "Aufbruchs" getrost unserem zukünftigen Koalitionspartner überlassen können, der uns vielleicht ein kleines Zugeständnis, möglicherweise eine schärfere Prüfung der Rechtmässigkeit von Ein-Euro-Job, machen und ansonsten durch großzügige Pöstchenvergabe die heissen Tränen der geschundenen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit trocknen wird.

Und dann ist die Welt schon in Ordnung.

Was vom heutigen Tag bleibt ist, daß sich die Grünen weiter zu den Prinzipien von Hartz IV bekennen, aber sie tun es bei Weitem nicht von ganzem Herzen.

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Letzte Aktualisierung: 2010.02.16, 00:23
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